Good bye, Moscow… WDSF GrandSlam Standard Platja d’Aro 2016

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Strand- und Sonnenseite Platja d’Aros

 

Nach der kurzfristigen Absage des GrandSlams in Moskau und der Verschiebung nach Platja d’Aro waren sicher viele Teilnehmer verärgert, doch wer den Weg an Katloniens nördliche Küste wagte wird es nicht bereut haben! Das Wetter ist hier nämlich wahrlich ein Traum: Sonne, Strand und Meer bei 22°C. Da freut sich jedes Tänzer-Herz und so kommt es auch, dass abseits der Tanzstätte die ganze Stadt sich täglich mit Tänzern füllte, denn hier zieht man sich nicht vor Kälte in die Zimmer zurück, sondern schlendert abseits des Turniergeschehens entlang der Straßen Platja d’Aros.

 

Ausnahmsweise war diesmal der GrandSlam Standard an einem Samstag. Das Starterfeld war natürlich wesentlich kleiner als dieses in Moskau gewesen wäre, doch das Leistungsniveau, welches die Athleten in der komplett gefüllten Halle zeigten, war bei weitem kein niedriges! Auch überzeugte neben den Athleten auch der Veranstalter durch das kurzfristige Upgrade des International Opens zum GrandSlam! Der damit verbundene Mehraufwand für die Organisation des Turniers darf nicht außer Acht gelassen werden (Wertungspanel 2.1, Fernsehen, Video, Teilnehmerzahl, etc.) Ein klares Lob geht an die WDSF für die Erhaltung der Termine für die zwei fünften GrandSlams, als auch an den Veranstaltungsdirektor Antonio Mas und Koordinator Aleix Caminal für die gelungenen Turniertage (Samstag bis Dienstag!).

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Vasily Kirin / Ekaterina Prozorova

Parallel zum GrandSlam wurde die WDSF WM U21 Standard und das WDSF Youth Latin ausgetragen. Die Weltmeisterschaft der jungen Erwachsenen und dazu der GrandSlam ließen folglich jedes Standardherz höherschlagen. In den Zuschauerrängen erblickte man natürlich das eine oder andere prominente Gesicht des Tanzsports, aber auch sehr viele, welche eindeutig unbewanderte in dieser Szene sind und das gab merklich der Stimmung in der Halle ein besonderes Flair, das bis jetzt noch bei keinem GrandSlam dieses Jahr aufkam. Hier waren Zuschauer, welche nicht einschlägig von bestimmten Lagern des Tanzsports voreingenommen waren, sondern „Einheimische“, die unterhalten werden wollten! Für die Paare sicherlich ein tolles Feeling und so ließ sich auch das eine oder andere Top-Paar zu außergewöhnlichen Leistungen bzw. Aktionen hinreißen.

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Vadim Shurin / Anastasia Meshkova

Dmitry Zharkov/Olga Kulikova genossen ihren Auftritt und gönnten sich in einem Slow Fox die eine oder andere Runde Feder- und Dreierschritt rückwärts mit kurzen (wirkliche kurzen) Sequenzen ihres Programms, bevor sie wieder im „Grundschritt“ weitertänzelten. Natürlich haben die Weltmeister die Ruhe und das Können sich so zu präsentieren ohne sich Gedanken um ein Weiterkommen in die nächste Runde zu machen, doch es grenzte schon fast an Verhöhnung der Gegner, die sich daneben „abstrampelten“! Ebenfalls erwähnenswert ist noch der Solo – Quickstep von Vaidotas Lacitis/Veronika Golodneva: Zum Zuschauen natürlich toll, keine Frage. Die Qualität Weltklasse, aber primitiv formuliert und für einen Nichttänzer im Grunde „nur“ folg

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Dmitry Zharkov / Olga Kulikova

endes zu erkennen: ein Sprint um die Fläche, ein bisschen Figur und Pose, wieder Sprint und zum Schluss Hüpfen. Ein Maß für gelaufene Meter wäre wohl besser! …aus der Sicht eines Nichttänzers – für Tänzer ist es natürlich ein Augenschmaus!

Der GrandSlam Standard war ganz klar ein toller Erfolg für die Paare, wie auch für den Veranstallter und wem danach ist, der kann sich gleich auch noch die ausführlichen Details des GrandSlam Latein vom Sonntag 30.10.2016 anschauen!

Bilder zu beiden GrandSlams findet ihr auch unserer Facebookseite.

 

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